Warum sollte man den Spagat zwischen Mama-sein und Weiterbildung wagen?

18 Jahre lang habe ich vor meiner Schwangerschaft in einem Krankenhaus in der Verwaltung
gearbeitet. Ein kleinerer, aber für mich der interessanteste, Bereich meines Aufgabengebietes war
Unternehmenskommunikation & Marketing.

Die Zeit danach

Für die Zeit nach der Elternkarenz schwebte mir eine Teilzeit-Anstellung in genau diesem Bereich vor,
bestenfalls in Homeoffice. Die Branche und ihre Trends ändern sich schnell, um am Ball zu bleiben
und meine Chancen auf meinen Lieblingsjob zu erhöhen, entschied ich mich für die Bildungskarenz.
Ein weiterer Grund war zweifelsohne die finanzielle Absicherung im 2. Jahr nach der Geburt.

Pro & Contra der Bildungskarenz als Mama

Das war vor 1 1⁄2 Jahren. Damals startete der erste Kurs Social Media Marketing & Online Kommunikation. Die Bedenken waren anfangs riesig, die Pro- und Contra-Liste ein ständiger Begleiter in meinem Kopf. Wie sollte ich es bloß schaffen, neben einem High- Need-Kind,
welches ein stark reduziertes Schlafbedürfnis und ein extrem erhöhtes Aufmerksamkeitsbedürfnis hat, wöchentlich mehrere Stunden zu lernen? Ein zweimonatiger Einzelkurs bei der Wirtschaftsakademie war die ideale Option für mich: Anfangs dazu gedacht, es mal zu probieren und im Zweifelsfall nach 2
Monaten wieder aufzuhören.

Pause einlegen

Von der Möglichkeit, die Bildungskarenz zu pausieren und innerhalb von 4 Jahren aufzubrauchen,
habe ich Gebrauch gemacht. Der Grund: Eine Erkrankung meines Kindes. Somit habe ich zuerst vier
Einzelkurse hintereinander absolviert, um dann eine 9-monatige Pause einzulegen. Mein Arbeitgeber
hat mir ein drittes, „freiwilliges“ Karenzjahr genehmigt, somit konnte ich ohne Einkommen bei
meinem Kind daheim bleiben.

Schwangerschaft & Wochengeld

In dieser Zeit bin ich erneut schwanger geworden. Vor der Geburt möchte ich noch die zwei offenen
Monate Bildungskarenz absolvieren. Zum Glück hat mein Arbeitgeber wieder „mitgespielt“ und
erneut die Bildungskarenz bewilligt. Da der Beginn des Mutterschutzes eine Bildungskarenz
ausschließt, ist genau darauf zu achten, dass sich beide nicht überschneiden. Im Idealfall setzt man
die Bildungskarenz direkt vor Beginn des Mutterschutzes an, denn dadurch habe ich nun sogar
Anspruch auf Wochengeld.

Resümee

Nun – 5 Einzelkurse später – ziehe ich ein Fazit: Es war die beste Entscheidung für mich! Nicht nur karrieretechnisch und finanziell betrachtet, vor allem aber auch für mein Selbstwertgefühl. Die Kurse verschafften mir eine Pause von der zermürbenden Routine des Mama-Seins. Zugegeben war es organisatorisch nicht leicht, alles unter einen Hut zu bringen. Aber mal ehrlich – wie oft nimmt man sich etwas Sinnvolles vor, um es im nächsten Moment – in der Routine des Alltages –
wieder fallen zu lassen. Aber beim Lernen für die Bildungskarenz bin ich konsequent dabei geblieben und habe es durchgezogen. Auch das hat meinem Selbstwertgefühl gut getan.

am 12.04.2024 von Teilnehmerin des Lehrgangs Experte*in Affiliate Marketing und Management erstellt