Unternehmensrecht

Warum eine Unternehmensgründung auch eine persönliche Herausforderung ist

 
Ein Gründer hat immer wieder mit typischen Herausforderungen zu tun. Der Kurs Unternehmensrecht ist eine gute Möglichkeit, sich mit dem Notwendigen vertraut zu machen und erhöht die Chancen, dass ein neu gegründetes Unternehmen erfolgreich sein wird.
Die Fragen, mit denen man sich bei einer Unternehmensgründung auseinandersetzen muss, sind vielseitig. Neben den sachlichen Aspekten spielen die persönlichen Voraussetzungen ebenfalls keine geringere Rolle und tragen schlussendlich zum Erfolg des neu gegründeten Unternehmens maßgeblich bei.

Wo ist man? Wo will man hin?

 
Im Studium werden die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung erläutert. Neben der gesetzlichen und organisatorischen Fragen sollte sich ein angehende Unternehmensgründer mit dem persönlichen Umfeld und den Qualifikationen im Detail auseinandersetzen. Im Zuge dieses Kurses habe ich mich näher damit beschäftigt und einige neue Erkenntnisse getroffen.
Zu Beginn sollte sich ein Gründer die Frage stellen, ob man sich mit der Selbständigkeit einen Traum erfüllt oder die Existenzgründung eine Notlösung darstellt. Eine Neugründung ist körperlich und seelisch belastend und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Wer evtl. aus gesundheitlichen Gründen nicht hundertprozentig belastbar ist, muss sich genau überlegen, wie er künftig mit diesem Schwachpunkt umgeht, damit dieser nicht zu einem Hindernis heranwächst.
Bevor die Pläne im Detail ausgearbeitet werden, sollte eine Gründerperson so genau wie möglich feststellen, warum sie sich selbständig machen möchte.
Wie sich zeigt, ist die berufliche Selbständigkeit nicht für jeden das Richtige. Nicht jeder ist als Gründer geboren. Bestimmte persönliche Voraussetzungen sind in jedem Fall von Vorteil.

Wer ist ein Gründer?

 
Ein Gründer sollte in der Lage sein selbständig zu arbeiten, unabhängig Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.
Außerdem sollte der Gründer Mitarbeiter führen können. Die Familie sollte einem bei diesem Vorhaben unterstützen. Familiäre Probleme sind umso einflussreicher, je kleiner ein Unternehmen ist. Gravierend ist es vor allem, wenn der Ehepartner potenziellen Belastungen – gerade in der Anfangsphase – nicht oder nicht länger hinnehmen will.
Zudem kommt es während der Anlaufphase oft zu Unsicherheit und Versagensängsten. Diese Ängste sind nach Depressionen und Alkoholmissbrauch die dritthäufigste psychische Störung bei Managern. Ein Existenzgründer muss sich dieser und ähnlicher Problemen bewusst werden und prüfen, ob er dafür ausreichend vorbereitet ist.

Gewinnen kann jeder, aber wie gehen Sie mit Niederlagen um?

 
Eine Gründerperson sollte die Risiko- und Einsatzbereitschaft aufweisen, seine Geschäftsidee und sein Unternehmen mit vollem Engagement und Ehrgeiz zum Erfolg zu führen. Zu erwartende Rückschläge müssen dabei in Kauf genommen und vor allem rasch weggesteckt werden können. Es ist ein langer Atem gefragt – nur so lassen sich Rückschläge in positive Energie umwandeln.
Erfolgreiche Unternehmer kennen ihren Markt und wissen wie sie mit ihren Kunden umgehen müssen.
Ein hohes Maß an Eigenverantwortung muss an den Tag gelegt werden und ein Unternehmer muss nicht zuletzt kreative und flexible Wege einschlagen können, um sich von seinen Konkurrenten am Markt zu unterscheiden. Die berufliche Qualifikation und Führungserfahrung wird vorausgesetzt. Nicht jeder Existenzgründer kann all diese Anforderungen erfüllen.
Allgemeine oder auch ausführlichere Tests können einem erste Antworten auf die Frage geben, ob man ein Unternehmertyp ist. Man sollte diese Beratungsangebote nutzen, bevor man den Schritt in die Selbständigkeit wagt.
Zusammenfassend muss man als Unternehmer Selbstdisziplin, Zielstrebigkeit, Lernbereitschaft, Kreativität sowie Selbst- und Risikobewusstsein mitbringen.
Diese persönliche Voraussetzungen sind die Basis und das im Kurs Unternehmensrecht erlernte Gründungs-Know-how ist das richtige Werkzeug, um einen erfolgreichen Weg in die Selbstständigkeit bestreiten zu können.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt.

am 18.04.2020 von Roman Schießl erstellt