Schutz vor Burn-Out im Projektmanagement

Vorweg möchte ich betonen, froh zu sein die Möglichkeit einer Bildungskarenz
in Verbindung mit einem Onlinekurs der Wirtschaftsakademie Wien genutzt zu haben! Hätte ich nicht von dieser Chance Gebrauch gemacht, würde ich wahrscheinlich, wie ein überwiegender Teil der Projektmanagerinnen und Projektmanager, unter den Belastungen, den der Job mitbringt, zusammenbrechen.

Wie sehr belastet uns der Beruf?

 
Ergebnisse einer Studie von 965 befragten Projektmanagerinnen und Projektmanager aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz aus dem Jahr 2013 zeigen: Burnout-Symptome treten bei
den Befragten deutlich häufiger auf als bei Mitarbeitern anderer Berufen. 35 % der Befragten
haben den Cut-off Score für Burnout erreicht, 40 % fühlen sich von ihrer Arbeit ausgebrannt, über die Hälfte sind mindestens einmal im Monat ausgelaugt von ihrer Arbeit. Laut Studien gibt es verschiedene externe Einflüsse und auch Persönlichkeitsfaktoren, die das Risiko von Burn-Out erhöhen. Dabei ist auffallend, dass rund 80% der Befragten immer wieder bei ihrer Arbeit unterbrochen werden. Über 80% der Befragten einen hohen Leistungsanspruch und
hohe Erwartungen an sich selbst haben.
 

Die Dinge richtig angehen

 
Durch die Bildungskarenz habe ich nun einen Blick auf mein Hamsterrad, in dem ich mich befand,
geworfen und versuche nun mit den Werkzeugen aus dem Kurs Projekt- und Zeitmanagement
auszubrechen. Wobei ich dem „ständigen unterbrochen werden“, durch die Pomodoro Technik
und einer stillen Stunde entgegenwirken konnte.
Konkret stelle ich mir den idealen Arbeitstag wie folgt vor:

  • Am Vortrag die Aufgaben für den nächsten Tag notieren
  • vor den anderen Mitarbeitern im Büro sein, um ein paar Aufgaben zu erledigen, bevor die anderen Mitarbeiter ankommen
  • Das Handy auf stumm stellen, um potenzielle Störquellen im Vorhinein abzustellen
  • Regelmäßige kurze Pausen

Um meinem Leistungsanspruch gerecht zu werden und die Zufriedenheit meiner Kunden zu
bewahren, werde ich mehr Zeit in das Setzen von Zielen, das Priorisieren von Aufgaben sowie das
Delegieren von Aufgaben verwenden als bis jetzt.
Am Abend werde ich vor dem Nachhause fahren noch eine Runde spazieren gehen, um meine
Gedanken zu ordnen und im Kopf frei für meine Familie zu sein. Diese Vorsätze verlangen natürlich
eine gewisse Disziplin das ist mir sehr wohl bewusst. Dabei wird mir der Gedanke: „Dein Ziel ist es bis
ins hohe Alter fit für den Job zu sein
!“ sicher immer wieder helfen.
Zusammenfassend kann gesagt werden: „Jede Zeit hat seinen Fluch aber auch seinen Segen. Ich bin
dafür den Segen zu nutzen, um den Fluch in Zaum zu halten!“ Ein Segen der heutigen Zeit ist die
Möglichkeiten sich relativ leicht neues Wissen anzueignen, wie es bei der Wirtschaftsakademie möglich ist.

am 25.12.2019 von Koller Krystian erstellt