Neuromarketing

Dieser Kurs war extrem spannend und interessant. Nicht nur aus Marketingsicht konnte man viel Neues mitnehmen, sondern auch im Alltag lassen sich viele Entscheidungen/Ansichten auf dieses Themengebebiet zurückführen. Ich hatte neurologisch keinerlei Vorwissen, abgesehen von gewissen Überschneidungen zum und Ausblicken im Kurs „Markt- und Werbepsychologie“. Teilweise erschien mir das Themengebiet logisch nachvollziehbar, teilweise auch wieder schwer begreiflich bzw. schwer fassbar. Die Diskussionen und Meinungen in den Forumsbeiträgen wurden oft sehr tiefsinnig, so dass man den Vorgängerpostings gedanklich manchmal nur schwer folgen konnte … auch hier sieht man, jedes Gehirn verarbeitet Informationen unterschiedlich, jeder Mensch hat unterschiedliche Gedankengänge, jedes Gehirn aktiviert unterschiedliche Regionen und arbeitet „anders“.

Immer wieder empfinde ich es als überraschend, inwieweit wir uns beeinflussen lassen ohne dies bewusst zuzulassen. Es gibt so viele „Tricks“, mit denen wir gesteuert werden können und so viele
Dinge, die wir aufnehmen ohne sie wahrzunehmen. Wenn man länger darüber nachdenkt, dann kommt einem dies sogar beängstigend vor. Sind wir so leicht beeinfluss/-steuerbar? Ist unser freier Wille extern gesteuert und gar nicht unser freier Wille? Wir sind so, wie wir sind … oder sind wir das Ergebnis unserer neuralen Strukturen, das durch Hormone und kulturelle Bedeutung ergänzt wird?

Interessant und für mich neu war auch das Thema der unterschiedlichen Werbeansprache für unterschiedliche Kulturen, da sich wie in den Kursunterlagen beschrieben die asiatischen und die
westlichen Kulturen in vielen relevanten Aspekten voneinander unterscheiden und es daher unterschiedlicher kulturspezifischer Markenkommunikation bedarf … abseits der Sprache.

Offensichtlich ist, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind. Dass dies unabhängig von Hormonen auch tatsächlich auf Unterschiede im Gehirn zurückzuführen ist, ist auch sehr aufschlussreich und dass die Marketingstrategien explizit auf diese Unterschiede eingehen und diese berücksichtigen ist eine wertvolle Schlussfolgerung.

Ich nehme an, dass ich aus dem Kurs die wesentlichen, einfach nachvollziehbaren Aspekte sicherlich mitnehmen werde. Da ich beruflich mit Neomarketing nichts zu tun habe, werden viele Begriffe und Details vermutlich leider wieder schnell aus meinem Gedächtnis verdrängt werden. Die verschiedensten Kortex-Regionen mit den jeweiligen Bezeichnungen waren schon beim Erarbeiten und Lernen ein echter Zungenbrecher. Ich zweifelte tatsächlich an meiner Lesekraft, da ich diese Begriffe wirklich oft lesen musste, um hier ein zusammenhängendes Wort, ohne stottern, wiedergeben zu können und ich diese erst nach mehrmaligem Lesen aus meinem Gedächtnis wiedergeben konnte.

Die Erarbeitung des Kursinhaltes im Onlinestudium war gut machbar. Da ich mich bereits auf Option ALT vorbereitet hatte, behielt ich diese bei. Die Option ALT deckte sich jedoch größtenteils mit der Option NEU, deshalb konnte man die Audiodateien der Option NEU ebenfalls nutzen um sich hier komplexere Sachverhalte zusätzlich auch anhören zu können. Auch wenn der Audioinhalt nicht anders war, als der Text auf den Folien, so hat es mir trotzdem weiterhelfen können. Auch bei der richtigen Betonung der Namen gewisser Gehirnregionen erwies ich eine akustische Datei als sehr hilfreich. Für ein besseres Verständnis musste ich gelegentlich im Internet recherchieren um andere Erklärungen aufzurufen. Die 100 Fragen zur Stoffreflexion halfen sehr gut, das Thema zu verinnerlichen und aus einem anderen Blickwinkel aufzubereiten. Die Prüfung ist mir nach sorgfältiger Vorbereitung sehr leicht gefallen. Mit der nötigen Selbstdisziplin ist das Onlinestudium in diesem Kurs leicht möglich.

am 01.12.2022 von Anonym erstellt